Mein Review zum ASUS Chromebook Flip C434

Veröffentlicht von andreas am

Das Asus Chromebook C434 wurde das erste mal auf der CES 2019 vorgestellt. Das ist jetzt bereits über ein Jahr her – ich habe mir daher die Frage gestellt, ist das heute noch ein geeignetes Chromebook oder sollte man auf andere Modelle zurückgreifen?

Technische Daten

Bei dem einzigen im deutschsprachigen Raum erhältlichen ASUS Chromebook Flip C434 handelt es sich um 2:1 Convertible mit folgende Spezifikationen:

  • Intel Core M3 8100Y der Amber-Lake Architektur, der mit zwei Kernen ausgestattet ist, die von 1,1GHz bis 3.4GHz takten
  • Der CPU steht eine Intel HD615 Grafik-Einheit zur Seite
  • 8GB DDR3 RAM
  • 64GB Speicher, der als eMMC ausgeführt ist
  • 14“ Nano-Edge Touch-Display mit einer Auflösung von 1920×1080
  • 2x USB Typ C
  • 1x USB Typ A
  • 1x 3,5mm Klinke

Mit der CPU ist ein kompletter lüfterloser Betrieb möglich – das Gerät wird an den relevanten Stellen handwarm.

Wie fühlt sich das Gerät an?

Beim ersten Auspacken fällt auf – es ist mit seinen knapp 1,5kg schwerer als es Aussieht. Durch die kompakten Maßen hat man das Gefühl, dass das Gerät leichter sein müsste. Dadurch fühlt es sich sehr wertig an. Der Aluminium Unibody unterstützt das Gefühl noch zusätzlich. Dass es in der Tasche als „zu schwer“ auffällt, ist bei mir eher nicht der Fall.

Die Fertigungsqualität ist herausragend. Nichts knarzt, alles sitzt fest und das Gerät ist sehr verwindungssteif. Die Display-Scharniere sind dem Alltag gut gerüstet.

Die Tastatur hat einen sehr guten Druckpunkt, wenn auch die Kombination aus heller Tastaturbeschriftung auf silbernen Tasten nicht optimal gewählt sind. im falschen Winkel lassen sich die Tasten – gerade bei aktivierter Tastaturbeleuchtung – schlecht ablesen.

Das Touchpad ist groß genug, fühlt sich gut an und reagiert zielsicher auf unsere Eingaben.

Eindruck zum Display

Das Full-HD Display ist über jeden Zweifel erhaben. Das (fast) randlose Display ist scharf, gleichmäßig hell und sauber in das Gerät eingearbeitet. Für den Außeneinsatz ist es gut geeignet, auch wenn es natürlich immer heller sein dürfte.

Durch das eng eingepasste Display, hat es ASUS geschafft, ein 14“ Screen in einen etwa 13“ großen Body zu bauen! Sehr gute Arbeit.

Die Software – mein Eindruck zu Chrome OS

Chrome OS ist ein schlankes, auf Linux basierendes Betriebssystem. Es bootet unter 10sec in den Login-Screen. Chrome OS bietet drei verschiedene Arten an Apps zu kommen – Web-Apps, Android-Apps und Linux-Programme. Der Chrome Browser arbeitet schnell und zuverlässig.

Auch wenn ich es nicht für möglich gehalten habe, arbeite ich lieber mit Web-Apps als mit Android Apps. Das hat den einfachen Grund, dass Web-Apps besser für den Desktop Betrieb optimiert sind. Die Bedienung mit Maus und Tastatur ist dort intuitiver möglich, als – auf den für Touch-Gesten optimierten Android-Apps. Wenige Android-Apps bietet wirklich Shortcuts an, was bei Web-Apps deutlich besser gelöst ist.

Web-Apps lassen sich als eigene Verknüpfung im Launcher (im sog. Shelf) ablegen und in einem eigenen Fenster ausführen. Viele Apps unterstützen das arbeiten im Offline-Modus.

Das Betriebssystem und die Apps laufen schön schnell. Einschränkungen durch den Prozessor sind mir im Test nicht aufgefallen. Insgesamt ist das Chromebook für die alltäglichen Aufgaben gut ausgestatet.

Verfassen eines Blog-Artikels auf dem ASUS Chromebook Flip C434

Mein Fazit

Im Hausgebrauch macht das Chromebook auch im Jahre 2020 noch eine gute Figur. Es ist ausreichend schnell für die üblichen Anwendungen und Chrome OS bietet dafür einen soliden Unterbau. Insgesamt spreche ich dem Gerät auch in 2020 noch meine Empfehlung aus, gerade jetzt wo der Nachfolger bereits in den Startlöchern steht. Für teilweise unter 600€ bekommt man ein solides, hevorragend verarbeitetes Gerät, das absolut wartungsfrei betrieben werden kann.

Aus meiner Sicht ist ein Chromebook in dieser Preisklasse die deutlich bessere Wahl gegenüber eine Windows-Laptop in dieser Preiseklasse. Der Umstieg auf Web-Apps ist tatsächlich dabei zwar gewöhnungsbedürftig, mir ist aber noch kein Szenario untergekommen, dass ich nicht mit einem Chromebook hätte bedienen können.

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Kategorien: Chromebook

2 Kommentare

Markoise · 29. März 2020 um 15:19

Kann man das Chromebook mit einem aktiven Stift bedienen? Wie verhält sich das schreiben oder zeichnen damit?

    andreas · 31. März 2020 um 20:46

    Die Stift-Eingabe konnte ich bisher (mangels Stift) nicht testen.

    Grundsätzlich werden aber alle passiven Stifte unterstützt, aktive mindestens die Stifte, die von Asus angeboten werden. Ich habe in meinen Recherchen aber auch 3rd Party Stifte gesehen, die das C434 Chromebook ebenfalls unterstützen.

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